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Anerkannte Baubiologische Beratungsstelle IBN

Baubiologische Richtwerte SBM

Wir arbeiten nach diesen baubiologischen Richtwerten

Alle Messwerte werden beurteilt nach den aktuell gültigen Standardwerten der Baubiologie.

Diese Werte werden vom Institut für Baubiologie und Ökologie in Neubeuern, dem Verband deutscher Baubiologen und dem Verband Baubiologie festgelegt.

Momentan gilt der Standard der baubiologischen Messtechnik SBM 2008.

Für Hochfrequenzbelastungen benutzen wir weiterhin die niedrigeren Vorsorgewerte des SBM 2003.

Eine Anhebung der Richtwerte, wie im SBM 2008, erscheint mit zunehmenden Gesundheitsbelastungen durch stärkere Ausnutzung der technischen Möglichkeiten, gesetzlicher Regelungen und nutzbaren Sendefrequenzen als nicht gerechtfertigt.

Den SBM 2008 können Sie jederzeit bei uns einsehen oder als PDF , ebenso die Erläuterungen zum Standard, herunterladen.

Tabellenaufbau

  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Auswertung und baubiologische Empfehlungen Extreme Anomalien bedürfen konsequenter und kurzfristiger Sanierung. Hier werden schon internationale Grenzwerte und Empfehlungen für Arbeitsplätze erreicht oder überschritten. Starke Anomalien sind aus baubiologischer Sicht nicht mehr zu akzeptieren. Deshalb besteht Handlungsbedarf, und Sanierungen sollten nach Angabe zügig durchgeführt werden. Schwache Anomalie heißt: Im Sinne einer Vorsorge und mit Rücksicht auf empfindliche und kranke Menschen sollten langfristig Sanierungen durchgeführt werden, wann immer es geht. Keine Anomalie entspricht natürlichen Umweltmaßstäben oder dem oft anzutreffenden und nahezu unausweichlichen Mindestmaß zivilisatorischer Einflüsse.


Säule A

A Felder, Wellen, Strahlung

A1 Baubiologische Richtwerte für niederfrequente elektrische Wechselfelder
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Feldstärke erdbezogen in Volt pro Meter V/m > 50 5 - 50 1 - 5 < 1
Körperspannung erdbezogen in Millivolt mV > 1.000 100 - 1.000 10 - 100 < 10
Feldstärke potentialfrei in Volt pro Meter V/m > 10 1,5 - 10 0,3 - 1,5 < 0,3

A2 Baubiologische Richtwerte für niederfrequente magnetische Wechselfelder
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Flussdichte in Nanotesla nT > 500 100 - 500 20 - 100 < 20

A3 Baubiologische Richtwerte für hochfrequente elektromagnetische Wellen bzw. Strahlungen
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Strahlungsdichte SBM 2003 in Mikrowatt pro Quadratmeter µW/m² > 100 5 - 100 0,1 - 5 < 0,1
Strahlungsdichte SBM 2008 in Mikrowatt pro Quadratmeter µW/m² > 1000 10 - 1000 0,1 - 10 < 0,1

A4 Baubiologische Richtwerte für elektrische Gleichfelder (Oberflächenspannung und Entladezeit)
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Oberflächenspannung in Volt > 2000 500 - 2000 100 - 500 < 100
Entladezeit in Sekunden sec > 60 30 - 60 10 - 30 < 10

A5 Baubiologische Richtwerte für magnetische Gleichfelder
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Kompassabweichung in Grad ° > 100 10 - 100 2 - 10 < 2

A6 Baubiologische Richtwerte für Radiaoaktivität
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Dosisleistungserhöhung in Prozent % > 100 70 - 100 50 - 70 < 50
Radon in Bequerel pro Kubikmeter Bq/m³ > 200 60 - 200 30 - 60 < 30

A7 Baubiologische Richtwerte für geologische Störungen (Erdmagnetfeld, Erdstrahlung)
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Störung Erdmagnetfeld in Nanotesla nT > 1000 200 - 1000 100 - 200 < 100
Störung Erdstrahlung in Prozent % > 50 20 - 50 10 - 20 < 10

A8 Baubiologische Richtwerte für Schallwellen


Säule B

B Wohngifte, Schadstoffe, Raumklima

B1 Baubiologische Richtwerte für Formaldehyd
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Formaldehyd in Mikrogramm pro Kubikmeter µg/m³ > 100 50 - 100 20 - 50 < 200

B2 Baubiologische Richtwerte für Lösemittel und ander leicht- bis mittelflüchtige Schadstoffe
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Lösemittel VOC in Mikrogramm pro Kubikmeter µg/m³ > 1000 300 - 1000 100 - 300 < 100

B3 Baubiologische Richtwerte für Pestizide und andere schwerflüchtige Schadstoffe
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
Pestizide Luft
  in Nanogramm pro Kubikmeter ng/m³
> 100 25 - 100 5 - 25 < 5
wie PCP, Lindan, Permethrin auf Holz/Material
  in Milligramm pro Kubikmeter mg/m³
> 100 10 - 100 1 - 10 < 1
Chlorpyrifos, DDT, Dichlofluanid.... auf Staub
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 10 2 - 10 0,5 - 2 < 0,5
Chlorpyrifos, DDT, Dichlofluanid.... auf Material mit Hautkontakt
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 10 2 - 10 0,5 - 2 < 0,5
PCB auf Staub
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 5 2 - 5 0,5 - 2 < 0,5
Flammschutzmittel chloriert auf Staub
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 10 2 - 10 0,5 - 2 < 0,5
Flammschutzmittel halogenfrei auf Staub
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 200 50 - 200 5 - 50 < 5
PAK auf Staub
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 20 2 - 20 0,5 - 2 < 0,5
Weichmacher auf Staub
  in Milligramm pro Kilogramm mg/kg
> 1000 250 - 1000 100 - 250 < 100

B4 Baubiologische Richtwerte für Schwermetalle

B5 Baubiologische Richtwerte für Partikel und Fasern

Die Partikel-, Faser- bzw. Staubkonzentration sollte in Räumen unter dem üblichen Hintergrund im Freien liegen. Asbest sollte in der Raumluft, auf Oberflächen und im Hausstaub gar nicht nachweisbar sein.

B6 Baubiologische Richtwerte für Raumklima
  extreme Anomalie starke Anomalie schwache Anomalie keine Anomalie
relative Luftfeuchte in Prozent % <20 / > 80 <30 / > 70 <40 / > 60 40 - 60
Kohlendioxid in Part per Million ppm > 1500 1000 - 1500 600 - 1000 < 600


Säule C

C Pilze, Bakterien, Allergen

C1 Schimmelpilze

C2 Hefepilze

C3 Bakterien

C4 Hausstaubmilben und andere Allergene


Bereiche ohne Nennung von Richtwerten

Da die baubiologischen Richtwerte an erster Stelle auf Erfahrungen basieren, gibt es sie (noch) nicht für alle Standardpunkte, sie werden regelmäßig neuen Erkenntnissen entsprechend ergänzt und aktualisiert.


Wir bedanken uns bei Herrn Wolfgang Maes (Baubiologie Maes), der Standardisierungskommission und dem Verband Baubiologie für die geleistete Arbeit!

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