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Schimmel

Bei Schimmelpilzen und Sporen ist Vorsicht geboten.

©Uwe Dippold Die dunklen Flecken sind nicht nur ein optisches Ärgernis, sondern können neben Schäden an der Bausubstanz auch erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen.

In normaler Konzentration sind Schimmelpilze für gesunde Menschen ungefährlich, treten sie jedoch auf Grund günstiger Bedingungen in erhöhter Konzentration auf, werden sie für den Menschen problematisch.

Die Sporen der Schimmelpilze fliegen durch die Luft und können allergische Reaktionen an Nase, Rachen und Bronchien auslösen. Dies äußert sich in Form von Schnupfen und Atemnot und ist manchmal auch mit Husten, Augenjucken und geschwollenen Augen verbunden.

Einige Pilzarten bilden Mykotin, ein Gift, das sich auch über die Luft verbreitet. Es kann beim Einatmen zu Reizungen an den Schleimhäuten der Atemwege führen, das Immunsystem schädigen und Entzündungen an der Lunge auslösen.

Erst wenn ein Schimmelpilz als dunkler Fleck an der Wand sichtbar ist, wird vielen Menschen bewußt, daß sie ein Problem haben. ©Uwe Dippold

Schimmel - unsichtbare Gefahr


Schimmelpilze sind Mikroorganismen, die sich durch Sporen vermehren. Unsichtbar sind sie in der Luft vorhanden und können sich überall ansiedeln. Sie lieben eine feuchte, warme, organische Umgebung. Mit bloßem Auge sind sie erst zu entdecken, wenn sie schon einige Zeit im Verborgenen gewachsen sind.

Bei Schimmelbefall muß unbedingt die Ursache der Feuchtigkeit sowie nach eventuell vorhandenem unsichtbaren Schimmelpilz gefahndet werden. Unsichtbare Schimmel hinter Möbeln, Tapeten, Verkleidungen oder dichten Gardinen kann sich durch einen muffigen, erdigen Geruch bemerkbar machen.

Die Widerstandfähigkeit gegen extreme Bedingungen - wie Trockenheit, starke Hitze oder Frost - machen Schimmelpilze zu wahren Überlebenskünstlern. Auch getrocknete Schimmelflecken sollten behandelt werden, denn bei neuer Feuchtigkeitszufuhr lebt der Schimmelpilz wieder auf.


Fugenschimmel


Allgemeines zum Schimmel

Schimmelpilze sind überall, auch wenn sie oft nicht zu sehen sind. Wenn sie erst einmal sichtbar sind, dann ist es schon sehr schlimm.
Wärme und Feuchtigkeit sorgen dafür, dass die Schimmelpilze sich explosionsartig vermehren. Es entstehen größere Pilzgeflechte, welche unterschiedlich im Aussehen sind. Bekannt sind ca. 250.000 Arten.

Glücklicherweise sind diese nicht alle für uns Menschen schädlich. Leider aber ein großer Teil derjenigen Arten, die sich, bei für sie günstigen Bedingungen, bei uns in der Wohnung gerne ansiedeln.

Schimmelpilze ernähren sich von organischen Stoffen: Tapeten, Kleister, Erde, Kunststoff, Holz, Woll- und Baumwollstoff, Hanf, Matratzen, Früchten, Gemüse, Tierkot, Staub usw..

Wenn draußen vor dem Haus die Sporen der Schimmelpilze herumfliegen, ist es klar, dass sie auch mit der Luft in unsere Wohnung dringen.

Diese normalerweise geringe Zahl an ungebetenen Gästen wird von uns problemlos vertragen.

Ursachen

Schwierig wird es, wenn aufgrund unzureichender Lüftung die Luftfeuchtigkeit ansteigt und auf kühlen Flächen Schwitz- oder Kondenswasser auftritt. Gefördert wird dies oft durch bauliche Mängel. Dies sind z.B. ungleichmäßige Wärmedämmung und Wärmebrücken.

Bis in die 60er Jahre gab es nur selten Schimmelpilzprobleme. Die Mauern waren massiv, die Kachelöfen zogen Ihre Luft durch undichte Fenster. Dann begann man zu sanieren. Die Kachelöfen und Schornsteine wurden abgerissen und durch eine Zentralheizung ersetzt. Die alten undichten Fenster tauschte man gegen moderne, möglichst dichte Fenster aus.
Als Sahnehäubchen noch ein Vollwärmeschutz mit Styropor und fertig war die Thermoskanne. Jetzt fühlt sich der Schimmelpilz so richtig wohl. Durch die Versiegelung der bislang atmungsaktiven Flächen gedeiht der Schimmelpilz um so besser. In einem solchermaßen "isolierten Haus" richtig zu lüften bedarf es schon der fleißigen Mitwirkung der Bewohner.

Woher kommt das Wasser?

Kochen, Waschen, Duschen, ...   überall verdunstet Wasser. Vor allem aber durch die Atmung und über die Haut der Bewohner. Es sind ca. 1,5 Liter pro Person und Tag. Bei einer 4-Köpfigen Familie kommen schon 6 Liter nur durch Atmung und Schweiß zusammen. Es kommt sicher nochmals die gleiche Menge durchs Waschen, Kochen usw. hinzu.  Dann sind wir schon bei 12 Liter.

Kalte Luft kann wesentlich weniger Wasserdampf aufnehmen, als warme.

Ein ganzer Raum mit 50 m³ Rauminhalt (20 m² Grundfläche und 2,5 m Höhe) kann bei 100% relativer Luftfeuchte folgende Wassermengen aufnehmen:

 bei   0°C =
240 g Wasser
 bei 15°C =
640 g Wasser
 bei 24°C =
1090 g Wasser

Dieser Raum kann also bei warmen 24°C gerade maximal 1 Liter Wasser aufnehmen. Dies auch nur, wenn die Luft vorher absolut trocken wäre, also eine Bedingung, die völlig unrealistisch ist.

Wo also bleibt das überschüssige Wasser?

Es muss durch eine gute Lüftung nach draußen abgeführt werde ! Anderenfalls schlägt es sich als Kondenswasser an den Wänden ab und gibt somit den Schimmelpilzen eine herrliche Lebensgrundlage.

Hinzu kommt die aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit. Sie ist besonders bei älteren Häusern ein großes Problem. Es wird geschätzt, dass mehr als 50% aller Häuser, die vor 1965 gebaut wurden, davon betroffen sind.
Durch eine fehlende oder defekte Horizontalsperre (Sperrschicht) über dem Fundament steigt die Feuchtigkeit nach oben in den Keller und weiter bis in die unteren Wohnetagen.

Weitere bauseitliche Mängel sind: eine fehlerhafte Wasser- bzw. Abwasserinstallation, Schäden am Dach, der Regenrinne, dem Fallrohr oder der Drainage. Alle diese Mängel können die Ursache für Wandfeuchte sein.

Die Folge

Egal woher das Wasser kommt, die meisten Schimmelarten benötigen zum Wachstum ein mindestens 80% relative Luftfeuchtigkeit direkt an der Materialoberfläche. Einigen Arten reichen sogar schon 70%.

Feuchte Wände sind der ideale Nährboden für Schimmel. Hier finden sie neben der nötigen Feuchtigkeit genug Nährstoffe und ein für sie angenehmes Klima.

In feuchten Räumen, besonders Bädern (Dusche), gedeiht er deshalb auch besonders gut. Er kann sich explosionsartig vermehren.

Der Schimmelpilz vermehrt sich durch Sporulation, also durch an die Luft abgegebene winzige Sporen. Der kleinste Windhauch trägt diese Sporen überall hin, auch aus den Kellerräumen in die Wohnräume. Besonders an den schlecht gelüfteten und deshalb feuchten Ecken und hinter den Schränken und Bildern kann der Pilz wunderbar gedeihen.

Warten Sie nicht zu lange! Die Zeit läuft jetzt!

Die Gesundheit

Wenn die Verpilzung voranschreitet, kann es zu allergischen Reaktionen bei Menschen kommen. Besonders wenn diese geschwächt sind durch Krankheit, Alter oder geringe Abwehrkräfte. Der Pilz kann auch direkt das Nervensystem, den Magen, Darm oder Lunge befallen und dort weiterwachsen.

Die Bewohner ahnen nicht einmal, weshalb sich Ihre Gesundheit rapide verschlechtert. Atembeschwerden, Schnupfen, Halskratzen, Hustenreiz, Augenreizungen, Bronchitis, Allergien, Neurodermitis, Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen treten auf und entziehen sich jedem Therapieversuch.

Einige Pilzarten sind massiv krankheitsauslösend. Generell können Schimmelpilze außer Infektionen auch Allergien und Vergiftungen verursachen. Vor allem die Schimmelpilz-Gifte (Mykotoxine) können zu hoch akuten Erkrankungen mit katastrophalem Ausgang führen.

Melden Sie hier eine Hausuntersuchung an.

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  1. Schimmel-Entferner
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  3. Anti-Schimmel-Farbe

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©Rüdiger Weis
©1999 - 2010
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