Bei Schimmelpilzen und Sporen ist Vorsicht geboten.
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Die dunklen Flecken sind nicht nur ein optisches Ärgernis, sondern können neben Schäden an der Bausubstanz auch erhebliche gesundheitliche Probleme verursachen. |
| Erst wenn ein Schimmelpilz als dunkler Fleck an der Wand sichtbar ist, wird vielen Menschen bewußt, daß sie ein Problem haben. | |

Schimmelpilze sind überall, auch wenn sie oft nicht zu sehen sind. Wenn sie erst
einmal sichtbar sind, dann ist es schon sehr schlimm.
Wärme und Feuchtigkeit sorgen dafür, dass die Schimmelpilze sich explosionsartig
vermehren. Es entstehen größere Pilzgeflechte, welche unterschiedlich
im Aussehen sind. Bekannt sind ca. 250.000 Arten.
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Glücklicherweise sind diese nicht alle für uns Menschen schädlich. Leider aber ein großer Teil derjenigen Arten, die sich, bei für sie günstigen Bedingungen, bei uns in der Wohnung gerne ansiedeln. |
Schimmelpilze ernähren sich von organischen Stoffen: Tapeten, Kleister, Erde, Kunststoff, Holz, Woll- und Baumwollstoff, Hanf, Matratzen, Früchten, Gemüse, Tierkot, Staub usw..
Wenn draußen vor dem Haus die Sporen der Schimmelpilze herumfliegen, ist es klar, dass sie auch mit der Luft in unsere Wohnung dringen.
Diese normalerweise geringe Zahl an ungebetenen Gästen wird von uns problemlos vertragen.
Schwierig wird es, wenn aufgrund unzureichender Lüftung die Luftfeuchtigkeit ansteigt und auf kühlen Flächen Schwitz- oder Kondenswasser auftritt. Gefördert wird dies oft durch bauliche Mängel. Dies sind z.B. ungleichmäßige Wärmedämmung und Wärmebrücken.
Bis in die 60er Jahre gab es nur selten Schimmelpilzprobleme. Die Mauern
waren massiv, die Kachelöfen zogen Ihre Luft durch undichte Fenster.
Dann begann man zu sanieren. Die Kachelöfen und Schornsteine wurden
abgerissen und durch eine Zentralheizung ersetzt. Die alten undichten
Fenster tauschte man gegen moderne, möglichst dichte Fenster aus.
Als Sahnehäubchen noch ein Vollwärmeschutz mit Styropor und fertig war die
Thermoskanne. Jetzt fühlt sich der Schimmelpilz so richtig wohl. Durch
die Versiegelung der bislang atmungsaktiven Flächen gedeiht der Schimmelpilz um so besser. In einem solchermaßen "isolierten Haus"
richtig zu lüften bedarf es schon der fleißigen Mitwirkung der Bewohner.
Kochen, Waschen, Duschen, ... überall verdunstet Wasser. Vor allem aber durch die Atmung und über die Haut der Bewohner. Es sind ca. 1,5 Liter pro Person und Tag. Bei einer 4-Köpfigen Familie kommen schon 6 Liter nur durch Atmung und Schweiß zusammen. Es kommt sicher nochmals die gleiche Menge durchs Waschen, Kochen usw. hinzu. Dann sind wir schon bei 12 Liter.
Kalte Luft kann wesentlich weniger Wasserdampf aufnehmen, als warme.
Ein ganzer Raum mit 50 m³ Rauminhalt (20 m² Grundfläche und 2,5 m Höhe) kann bei 100% relativer Luftfeuchte folgende Wassermengen aufnehmen:
| bei 0°C = | 240 g Wasser |
| bei 15°C = | 640 g Wasser |
| bei 24°C = | 1090 g Wasser |
Dieser Raum kann also bei warmen 24°C gerade maximal 1 Liter Wasser aufnehmen. Dies auch nur, wenn die Luft vorher absolut trocken wäre, also eine Bedingung, die völlig unrealistisch ist.
Wo also bleibt das überschüssige Wasser?
Es muss durch eine gute Lüftung nach draußen abgeführt werde ! Anderenfalls schlägt es sich als Kondenswasser an den Wänden ab und gibt somit den Schimmelpilzen eine herrliche Lebensgrundlage.
Hinzu kommt die aus dem Boden aufsteigende Feuchtigkeit. Sie ist besonders bei älteren Häusern
ein großes Problem. Es wird geschätzt, dass mehr als 50% aller Häuser, die vor 1965 gebaut wurden, davon betroffen sind.
Durch
eine fehlende oder defekte Horizontalsperre (Sperrschicht) über dem Fundament steigt die Feuchtigkeit nach oben in den Keller und weiter
bis in die unteren Wohnetagen.
Weitere bauseitliche Mängel sind: eine fehlerhafte Wasser- bzw. Abwasserinstallation, Schäden am Dach, der Regenrinne, dem Fallrohr oder der Drainage. Alle diese Mängel können die Ursache für Wandfeuchte sein.
Egal woher das Wasser kommt, die meisten Schimmelarten benötigen zum Wachstum ein mindestens 80% relative Luftfeuchtigkeit direkt an der Materialoberfläche. Einigen Arten reichen sogar schon 70%.
Feuchte Wände sind der ideale Nährboden für Schimmel. Hier finden sie neben der nötigen Feuchtigkeit genug Nährstoffe und ein für sie angenehmes Klima.
In feuchten Räumen, besonders Bädern (Dusche), gedeiht er deshalb auch besonders gut. Er kann sich explosionsartig vermehren.
Der Schimmelpilz vermehrt sich durch Sporulation, also durch an die Luft abgegebene winzige Sporen. Der kleinste Windhauch trägt diese Sporen überall hin, auch aus den Kellerräumen in die Wohnräume. Besonders an den schlecht gelüfteten und deshalb feuchten Ecken und hinter den Schränken und Bildern kann der Pilz wunderbar gedeihen.
Warten Sie nicht zu lange! Die Zeit läuft jetzt!
Wenn die Verpilzung voranschreitet, kann es zu allergischen Reaktionen bei Menschen kommen. Besonders wenn diese geschwächt sind durch Krankheit, Alter oder geringe Abwehrkräfte. Der Pilz kann auch direkt das Nervensystem, den Magen, Darm oder Lunge befallen und dort weiterwachsen.
Die Bewohner ahnen nicht einmal, weshalb sich Ihre Gesundheit rapide verschlechtert. Atembeschwerden, Schnupfen, Halskratzen, Hustenreiz, Augenreizungen, Bronchitis, Allergien, Neurodermitis, Stirn- und Nebenhöhlenentzündungen treten auf und entziehen sich jedem Therapieversuch.
Einige Pilzarten sind massiv krankheitsauslösend. Generell können Schimmelpilze außer Infektionen
auch Allergien und Vergiftungen verursachen. Vor allem die Schimmelpilz-Gifte (Mykotoxine) können zu hoch akuten Erkrankungen mit
katastrophalem Ausgang führen.
Melden Sie hier eine Hausuntersuchung an.
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